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Schdefoon's Homepage

Die Seite für den Palm

Nach inzwischen mehr als 6 jähriger Palm-Begeisterung, wird es langsam Zeit, diesem tollen Betriebssystem eine Seite zu widmen.

Es ist richtig, dass Palm OS in Zeiten des iPhones so langsam ausstirbt und somit immer mehr hilfreiche Tools und Ressourcen aus dem Internet verschwinden. Dennoch ist Palm OS für mich immer noch erste Wahl, da es reichhaltig kostenlose OpenSource-Software gibt, die sich bei Bedarf auch noch individuell anpassen lässt.

So ist es dann auch kein großes Problem (unter Beachtung der lizenzrechtlichen Fragen) die gewohnte Bibelübersetzung und entsprechende Kommentare auf den Palm zu bringen oder die Anzeige des Programms zur Fußball-WM dem eigenen Geschmack anzupassen.

Nachfolgend können Sie einige Tipps und Tricks zu Palm-Tungsten-Geräten lesen, die mir gute Dienste geleistet haben.

Viel Spaß dabei!

Geht nicht gibt's nicht

Ein Palm ist ein wunderbares Werkzeug, um Daten mobil zu erfassen und bequem in eine lokale Datenbank auf dem PC zu importieren. Was ich jedoch in der Vergangenheit vermisst habe, war die Möglichkeiten, die Daten bereits auf dem Palm auszuwerten oder zu verknüpfen.
Die mit dem Palm Tungsten E ausgelieferte Software MobileDB von Handmark ermöglicht eine wirklich bequeme Erfassung und Darstellung von Daten. Folgendes Szenario, das wirklich ideal für einen Palm ist, ließ sich aber beim besten Willen nicht realisieren:

Die zahlreichen Baby-, Mignon-, und Micro-Akkus in meinem Haushalt haben alle unterschiedliche Kapazitäten und Ladezeiten. Da zudem mehrere Ladegeräte zur Verfügung stehen, wird die Sachlage noch komplizierter, wenn man verhindern möchte, dass die Akkus überladen werden.

Im Prinzip benötigt man für die Realisierung des Szenarios lediglich eine Berechnungsformel. Die Werte zur Berechnung müsste man jedoch immer wieder am Akku bzw. am Ladegerät ablesen. In Excel könnte man das auch abbilden, jedoch ist Excel im Vergleich zu einer Palm-Datenbankanwendung sehr lästig. Und das Programieren des Szenarios auf dem Palm SDK wäre eine echte Zeitverschwendung.

Die Lösung kam mit der Entdeckung der Software DB (pilot-DB), die bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Auf den nachfolgenden Bildern können Sie sehen, wie das Szenario direkt auf dem Palm umgesetzt werden konnte.

Auf diese Weise können natürlich auch individuelle Fahrtenbücher, Kassenbücher, etc. aufgebaut werden.

TabellenübersichtEingabeformular für AkkusEingaformular LadegeräteFormeln in LadezeitentabelleBenutzeroberfläche für LadezeitenermittungAnsicht der Akku-Tabelle

Temporäres Freischalten des Infrarot-Ports

Da ich mit einer Akku-Ladung möglichst weit kommen möchte, habe ich den IR-Empfang in den Energieeinstellungen stets ausgeschaltet. Sollte man doch hin und wieder Anwendungen z.B. von einem Notebook importieren möchten, sind vor und nach dem Import dann einige Arbeitsschritte notwendig.

In meinem Programmierhandbuch habe ich aber einen prima Trick gefunden, der den Empfang zeitlich begrenzt und für genau einen Dateitransfer öffnet. Dazu müssen folgende drei Zeichen eingegeben werden:

Shortcut-Zeichen . i

Zur Eingabe der Zeichen, muss man nicht in eine Anwendung wechseln. Eine "blinde" Eingabe z.B. in der Hauptgruppe funktioniert auch.
Wer das Shortcut-Zeichen nicht kennt, kann dieses unten auf dem Bild meines Tungsten C finden (rechte untere Taste neben dem Haus).

Agenda-Import auf Tungsten C

Wer von einem Tungsten E auf einen Tungsten C umsteigt, wird sich fragen, wie man es schafft, die gewohnte Agenda-Sicht und Adressverwaltung zu implementieren.

Dazu kopiert man folgende Programme vom Palm Tungsten E auf den Palm Tungsten C:

Address Book.prc
Address Book_deDE.prc
Calendar-PDat.prc
Calendar-PDat_deDE.prc
Contacts-PAdd.prc
Contacts-PAdd_deDE.prc
Date Book.prc
Date Book_deDE.prc
DateBookAgendaBG-PDat.prc

Danach führt man eine Synchronisation durch. Dabei wird vermutlich ein Fehler im Protokoll gemeldet. Sogleich führt man eine erneute Synchronisation durch, die jetzt problemlos beendet werden sollte.

Fertig!

Sinnvollerweise sollte man die genannten Programme auf einer SD-Karte mitführen. Wird im Urlaub ein Hard-Reset notwendig, kann man so noch reagieren.

Der "neue" Palm Tungsten C

Da mein knapp 6 Jahre alter Palm Tungsten E doch leichte Verschleißerscheinungen zeigte, habe ich mir kurz vor Weihnachten selbst ein kleines Geschenk gegönnt: Der Palm Tungsten C.
Das Gerät ist technisch zwar nicht neuer als der Tungsten E, jedoch aufgrund einiger spezieller Office-Funktionen und der eingebauten Tastatur ein echter Fortschritt. Durch die ausgeklügelte Bedien-Logik, benötigt man den Eingabestift bei sauber programmierten Anwendungen kaum noch.
Zudem kann er WPA-verschlüsseltes WLAN, weshalb man im Urlaub auch mal schnell ins Internet kann.
Ja, ich weiß, das geht mit dem iPhone alles viel besser. Dafür spielt mir niemand von außen Werbung drauf oder lokalisiert mich anhand von GPS oder GSM. Ich kann ihn einfach per USB an den PC anschließen. Und die nächsten (hoffentlich) 5 Jahre wird er nur die bereits ausgegebenen knapp 35 € verschlingen - Ätsch!

Palm Tungsten C